Notfallaufnahme & Trauma-Einheit des Bikur Cholim

Das Bikur Cholim Krankenhaus liegt 30 Meter entfernt von der Kreuzung zwischen der King George Straße und der Jaffa Straße in der Mitte Jerusalems. Hier kreuzen täglich die meisten Autobusse, Taxis und Fußgänger ihre Wege und hier pulsiert das Leben der Hauptstadt. 80 Meter entfernt liegt das fromme Stadtviertel "Mea Shearim", wo auf engstem Raum gedrängt die frommen jüdischen Familien leben wie im Polen des 19. Jahrhunderts. 100 Meter vom Bikur Cholim entfernt beginnt die Fußgängerzone "Ben Yehuda" mit ihren Geschäften, Cafes und Banken. 300 Meter entfernt ist der Markt "Machane Yehuda" mit seinen dichtgedrängten Obst- und Gemüseständen, Bäckereien und Falafelständen. 500 Meter in der anderen Richtung liegt Ost Jerusalem, wo israelische Araber leben. Hier liegt auch die Altstadt, von der Stadtmauer umgeben.
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Das nächste Krankenhaus

Wenn einmal ein Unfall in Jerusalems Innenstadt passiert, ist das Bikur Cholim das nächste Krankenhaus und die erste Adresse. Für diesen Fall hat das Bikur Cholim, so wie jedes Krankenhaus, eine Notfallaufnahme, wo Unfallopfer, Herzinfarkte und andere Verletzungen rund um die Uhr behandelt werden.

Die Bombenattentate

Die vergangenen zweieinhalb Jahre der zweiten Intifada haben eine neue Art der Routine für das Bikur Cholim geprägt: die Bombenattentate. Eine Explosion bringt 70 - 150 Verletzte in die umliegenden Krankenhäuser und das Bikur Cholim ist das einzige Krankenhaus in Jerusalems Innenstadt. Alle Selbstmordattentate und Schießereien der letzten zweieneinhalb Jahre fanden im Umkreis von 500 Metern um das Bikur Cholim herum statt.

Ärzte und Schwestern

Die Ärzte und Schwestern des Bikur Cholim erfahren von einem Anschlag nicht durch die Medien oder den Polizeifunk - sie hören die Explosion. Sie warten nicht, bis die Ambulanzen die Verletzten bringen, sondern laufen los um Erste Hilfe am Ort der Explosion zu leisten. Viele der Verletzten wurden auf den Schultern von weniger stark Verletzten in das Bikur Cholim gebracht. Jüdische und arabische Ärzte behandeln hier jüdische und arabische Opfer. Sogar ein Terrorist, der auf offener Straße das Feuer auf Passanten eröffnete, wurde im Bikur Cholim behandelt, "was hätte ich machen sollen" fragte der behandelnde Arzt, "er war verletzt und ich hatte Dienst, das ist unser Alltag, wir führen hier keinen Krieg, wir behandeln nur die Verletzten".

Die Behandlung
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Für die Behandlung der spezifischen Verletzungen bei Explosionen sind die ersten Minuten lebensentscheidend, bei abgetrennten Gliedmaßen müssen die Arterien geschlossen werden, die Verbrennungen müssen sofort gekühlt und desinfiziert werden um das Leben des Opfers zu retten.

Die ersten Minuten

Diese ersten Minuten nach einem Anschlag sind chaotisch, aufreibend und dramatisch, wer das erlebt hat, verliert jegliche Geduld für politische Überlegungen und möchte der Welt entgegenschreien, dass das ein Wahnsinn ist, dass das aufhören muss. Aber es hat noch nicht aufgehört und das Bikur Cholim muss in der ständigen Bereitschaft für einen weiteren Einsatz leben. Wenn bis zu 150 Verletzte innerhalb von 20 Minuten in das Krankenhaus strömen, rücken alle Kranken in den Stationen zusammen, um Platz zu machen; Ärzte aus allen Abteilungen machen sich frei, um zu helfen und auf diese Weise sind viele Menschenleben gerettet worden.

Die Trauma-Einheit

Diese wiederkehrenden Ausnahmesituationen haben einen bedrückenden Effekt auf den Krankenhausbetrieb. Die Leitung des Bikur Cholim Krankenhauses hat daher beschlossen, die Abteilung der Nuklearen Medizin, die neben der Notfallaufnahme und den Operationssälen liegt, zu verschieben und die Notfallaufnahme um eine Trauma-Einheit zu erweitern, um der Jerusalemer Bevölkerung in den schweren Zeiten der ständigen Bedrohung wenigstens die Sicherheit einer optimalen medizinischen Reaktion auf Terror und Krieg zu garantieren.

Im Herzen Jerusalems

Das Bikur Cholim Krankenhaus im Herzen Jerusalems ist der strategisch richtige Ort für diese Trauma-Einheit, die die medizinische Versorgung in Krisenzeiten abdeckt: "Wenn es das Bikur Cholim in der Jerusalemer Innenstadt nicht gäbe, müsste man es erfinden" hat Ehud Olmert, der ehemalige Jerusalemer Bürgermeister, gesagt und damit zum Ausdruck gebracht, wie unverzichtbar das Krankenhaus für die Stadt und die Trauma-Einheit für die Zivilbevölkerung ist.

Erste Hilfe kann ein Leben retten.

Wir suchen Spender für die geplante Trauma-Einheit, Menschen, die der Jerusalemer Bevölkerung ihre Solidarität zeigen möchten. Menschen, die das Einzige tun, was in unserer Macht liegt: Helfen, Menschenleben zu retten. Menschen, denen die Jerusalemer Bürger mehr am Herzen liegen als die Politik in den Köpfen und auf den Bildschirmen. Menschen, die ein Zeichen setzten wollen. Erste Hilfe kann ein Leben retten. Eine Beatmungsmaschine kann viele Male Leben retten. Eine gut gerüstete Notfallaufnahme kann viele Male viele Menschenleben retten und damit dem Terror entgegentreten.

Unseren Projektfolder können Sie hier sehen.

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